Das Podologengesetz

Aus der Pressemitteilung des Bundesministeriums der Gesundheit:

Heute hat das Bundeskabinett dem Gesetzentwurf über den Beruf der Podologin und des Podologen zugestimmt. Damit soll der seit Jahren von den Ländern und Berufskreisen vorgebrachten Forderung nach einer bundeseinheitlichen Ausbildungsregelung im Bereich der medizinischen Fußpflege erstmals Rechnung getragen werden. Mit dem neuen Beruf, der die Qualität der Ausbildung sichert, wird den Ärzten ein qualifizierter Fachberuf zur Seite gestellt, der wichtige Aufgaben in der Prävention, Therapie und Rehabilitation im Bereich der medizinischen Fußpflege übernehmen kann. Dies gilt insbesondere für Behandlungsmaßnah­men an Patienten, bei denen die medizinische Fußbehandlung mit erheblichen Risiken verb­unden sein kann, wie z.B. bei Patienten mit Diabetes, Durchblutungsstörungen, Blutkrank­heiten oder besonderen Infektionsrisiken. Zugleich steht bei selbstindizierten Behandlungen im Bereich der medizinischen Fußpflege ein erkennbar qualifizierter Beruf zur Verfügung.

 

Mit dem Gesetz werden Vorschriften für eine qualitätssichernde Ausbildung erlassen, nach deren erfolgreichem Abschluss die Berechtigung verliehen wird, den Titel "Podologin" / "Podologe" zu führen. Die durch das Gesetz geschützte Berufsbezeichnung "Podologin / Podologe" wird auch in anderen Mitgliedsstaaten der EU verwandt und ist der Bezeichnung "Medizinischer Fußpfleger" vorzuziehen. Mit dem neuen Berufstitel ist sowohl für Patienten als auch für die die Behandlung veranlassenden Ärzte deutlich erkennbar, wer die dem Gesetz entsprechende Ausbildung durchlaufen hat. Dies dient letztlich dem Interesse des Patientenschutzes.

 

Personen, die nicht über die erforderliche Qualifikation verfügen, dürfen künftig weder die Berufsbezeichnung "Podologin" / "Podologe" noch die Bezeichnung "Medizinischer Fußpfle­ger" verwenden. Sie können aber weiterhin fußpflegerische Leistungen - soweit diese nicht heilkundliche Tätigkeiten sind - anbieten.

Das Podologengesetz im Wortlaut.
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit